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Wednesday, 2017-07-26

Die Magie Marokkos

Der Zauber des Orients umhüllte uns während der gesamten Produktion dieser Frühjahrs-Verena. Wohin wir auch blickten, überall leuchtete Magie auf.

Sei es das Minarett der Koutoubia-Moschee aus dem 12. Jahrhundert, das sich
geheimnisvoll gegen den Nachthimmel abzeichnete. (Und auf dessen Brüstung
sich immer noch ein Galgen bendet ...)

Sei es das überwältigende Warenangebot in den quirligen Gassen der Souks – das Morgenland zog uns in seinen Bann. Der Duft der Gewürze, die Stimmen der Händler und Käufer und die Freundlichkeit der Menschen begleiteten uns durch den Tag.

Auch die Wüste bot mehr als nur eine Fata Morgana. Dromedar und Palmen waren ebenso märchenhaft-wirklich wie das Blau des Himmels, die zahllosen Farben des Sandes und die
überwältigende Stille.

Soviel Magisches macht auch müde. Schön, wenn sich dann ein ganzer Berg kuscheliger
Wollstränge, die auf ihr Färbebad warten, als Lager für kleine Fellprinzessinnen anbietet.

Winterliche Illusionen

Die Produktion des diesjährigen Winterheftes führte die Verena-Redaktion gen Süden nach Sardinien, der zweitgrößten Insel im Mittelmeer. Mitten im Hochsommer. Winterstrick unter der glühenden Sonne Süditaliens?
Und doch war die Landschaft Sardiniens wie gemacht für kühle, winterliche Impressionen. Denn im Juli ist auch der Süden Eurpoas nicht mehr grün. So setzten verdorrte Korkeichen, ein eisiger Himmel, Landschaften von grandioser Kargheit und cremeweiße Felsen, die den Blick auf das gletscherblaue Meer freigaben, unsere Winterkollektion perfekt in Szene. Anerkennende Blicke inklusive.
Apropos Blicke. Die Flagge der Republik Sardinien ist weltbekannt und zeigt vier Köpfe im Profil. Alle tragen ein Stirnband, das war nicht immer der Fall. In seiner Geschichte musste sich die Insel vieler fremder Völker erwehren. Auch der Mauren. Der Sieg über sie wurde im 11. Jahrhundert auf der Flagge verewigt. Allerdings hatten die Köpfe kein Stirnband, sondern eine Augenbinde. Erst 1999 rutschte die Binde nach oben und gab den Blick frei ...

Atelierbesuch

Bei unseren „Malerischen Impressionen“ ab Seite 22 haben sich namhafte Designerinnen bei Farben, Formen und Strukturen vom Schaffen großer Künstler inspirieren lassen. Im Atelier eines Künstlers fand auch das Shooting statt. Der französische Maler Emmanuel Flipo gewährte uns Gastfreundschaft und gleichzeitig einen authentischen Blick hinter die Kulissen seines Schaffens.
Emmanuel Flipo wurde 1958 im französischen Agen geboren und studierte in Toulouse und Nizza. 1997 gründete Flipo die Künstlerbewegung la colectiva. Heute arbeitet der Maler im Sommer in seinem Atelier im südfranzösischen Pézenas und im Winter in Montreuil.
Trockene Blätter, alte Notizblöcke, Tapetenreste, Vogelfedern – Materialien und Hinterlassenschaften, über die die meisten
Menschen einfach hinwegsehen, sind Ausgangspunkt und Anregung für die Aquarelle und Collagen Emmanuel Flipos.
Sieht Flipo eine Beziehung zwischen der schöpferischen Arbeit mit Nadel und Garn und seinem Wirken als Künstler?
„Zuallererst ist da natürlich der handwerkliche Aspekt, der eine direkte Verbindung zwischen dem Stricken und dem künstlerischen Schaffen herstellt. Die Auswahl der Materialien gleicht einer wissenschaftlichen Recherche. Auch beim Stricken muss das Material gründlich analysiert werden, um seine Eigenschaften vollständig nutzen zu können.
Ich sehe mich hierbei als Diener der Natur, indem ich die Materialien nutze, die sie mir bietet. Wer sich für das Stricken interessiert, interessiert sich indirekt auch für die Natur und deren Rohstoffe. Es ist genau diese Arbeit mit ursprünglichen, natürlichen Materialien und die Nähe zur Natur, die meiner Meinung nach das Stricken und meine Kunst verbindet.“

Sommerfeeling pur...

ist das Motto der Sommer 2009 Ausgabe der Verena. Vielen Lesern ist sicherlich nicht entgangen, dass die Verena sich zu einem internationalem Strickmagazin gewandelt hat: Durch Designs, Garne, Modelabel und nicht zuletzt einem zweitem „Zuhause“ in den USA. Bei der Suche nach einer Location, die echtes Sommerfeeling, Easy-Living und quirliges Leben mit abwechslungsreichen Kulissen verbindet, ergab es sich daher, unsere Leser  für diese Ausgabe mit nach Florida zu nehmen. Hier konnten wir sogar die Tierwelt für das Thema Strickmode begeistern. Wie zum Beispiel ausgesprochen modeinteressierte Hühner und Alligatoren, die reges Interesse an Accessoires und den (Strick-)Models zeigten.
Begleiten Sie uns mit diesem Heft auf einen Florida-Kurzurlaub durch die Vielseitigkeit der aktuellen sommerlichen Strickdesigns.